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4. Installation


4.0. Vorbemerkung: root oder nicht root - das ist hier die Frage

Grundsätzlich sollte man bei der Arbeit in einem Linux-System so wenig wie möglich mit Superuser-Rechten - also als root - unterwegs sein. Bei einer Aufgabe wie der Software-Installation und u.U. auch beim ersten Testlauf des neuen Systems ist es aber durchaus sinnvoll, wenn man zunächst Probleme durch unzureichende Zugriffsrechte auf Dateien etc. vermeidet und die Aktionen als root durchführt.

Am einfachsten ist es dabei natürlich, wenn man sich als Benutzer root auf einer Console einloggt oder sich vor Beginn der Tätigkeiten mittels

und anschließender Eingabe des root-Passwortes zum Superuser macht. In diesen Fällen ist man allerdings permanent root und sollte daher besondere Vorsicht beim Umgang mit dem System walten lassen.

Besser - wenn auch etwas aufwendiger - scheint mir die von mir auch im Folgenden dargestellte Lösung zu sein, nur jeweils die auszuführenden Befehle mit root-Rechten zu versehen, an sich aber als ganz normaler User im System angemeldet zu sein.

Wer dennoch eher die bequeme Lösung favorisiert, muß lediglich das vorangestellte

su -c
und die Hochkommata um den eigentlichen Befehl herum weglassen.

4.1. Treiber

Nachdem Sie sich eine passende CVS-Version der DVB-Treiber aus dem Internet heruntergeladen haben (siehe auch Punkt 3.2), entscheiden Sie sich zunächst für ein passendes Verzeichnis, in dem Sie den Tarball auspacken wollen. Da es sich um einen Source-Tarball handelt, wäre z.B. /usr/src ein geeigneter Platz. Bei der folgenden Installationsbeschreibung gehe ich davon aus, daß der Tarball im Home-Verzeichnis liegt und die Installation in /usr/src erfolgt.

Mit

wechseln Sie also zunächst in das gewünschte Verzeichnis. Anschließend entpacken Sie den Tarball mit
Es wird ein neues Verzeichnis DVB angelegt, in dem die Sourcen und einige Anweisungen enthalten sind. Eine detaillierte Installationsanweisung finden Sie in der Datei /usr/src/DVB/INSTALL. Lesen Sie sich diese Anleitung durch und folgen Sie den dortigen Anweisungen. Sofern Sie allerdings eine "Standard"-Installation haben, sollte es reichen folgende Schritte auszuführen:

Wechseln Sie in das Verzeichnis DVB/driver

Kompilieren Sie die Treiber mit
Es sollten keine Fehlermeldungen auftreten. Auftauchende Warnungen können ignoriert werden.
Anschließend können Sie mit Root-Berechtigung die Treiber laden
Auch hierbei sollten keinerlei Fehlermeldungen auftreten. Außerdem sollten in /var/log/messages einige Meldungen zum Ladeprozess zu finden sein. Hier ein Beispiel, wie es bei mir mit der Technotrend budget PCI aussieht: Mit
sollten Sie nun einige Module sehen, die mit "dvb_" beginnen. Sofern soweit alles funktioniert hat, können Sie mit dem Befehl
die Treiber wieder entladen. Die Installation sollte erfolgreich gewesen sein.

4.2. dvbtune

dvbtune wird ebenfalls als Source-Tarball heruntergeladen. Auch hier empfiehlt sich als Installationsverzeichnis /usr/src.

Mit

wechseln Sie zunächst in das gewünschte Verzeichnis. Anschließend entpacken Sie den Tarball mit
Es wird ein neues Verzeichnis dvbtune-0.3 angelegt, in dem die Sourcen enthalten sind. Wechseln Sie in dieses Verzeichnis
und kompilieren Sie das Programm mit
Anschließend finden Sie das Programm dvbtune in diesem Verzeichnis. Mit
kopieren Sie dieses in ein Verzeichnis, daß in Ihrem Pfad liegt. Mehr ist für die Installation des Programms nicht zu tun.

4.3. Tellique-Proxy

Da der Tellique-Proxy nur als binary erhältlich ist, sollte die Installation nicht wie bei den beiden vorherigen Punkten in einem Source-Pfad erfolgen, sondern z.B. unter /opt.

Mit

wechseln Sie zunächst in das gewünschte Verzeichnis und legen dort mit
ein neues Verzeichnis, in welches Sie anschließend mit
wechseln. Dort entpacken Sie den Tarball mit
Der Tarball enthält drei Dateien. Die eine ist das ausführbare Programm namens proxy, die anderen beiden sind ini-Dateien, die zur Parametrisierung des Proxy verwendet werden.

Die ini-Dateien - allen voran die recv.ini - sind wichtig für den erfolgreichen Datentransfer und müssen entsprechend gepflegt werden. Näheres hierzu im Abschnitt 5.6.


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